Die Blätter des Eukalyptusbaumes liefern ein ätherisches Öl, das erkältete Menschen wegen seiner schleimlösenden Eigenschaften schätzen. Aber auch für den Baum selbst ist das Öl wertvoll, denn es hilft ihm zu überleben.
Der Eukalyptus verdankt seinen Namen der besonderen Form der Blütenknospen. Der griechische Ausdruck eu-kalyptein bedeutet "gut verhüllt", ein Hinweis auf die von den Kelchblättern eingehüllten Blütenknospen.
Die Heimat des Baumes sind Australien und Tasmanien. Ungefähr drei Viertel des australischen Baumbestandes sind Eukalyptusbäume. Heute werden sie aber weltweit in warmen Klimazonen angebaut.
Der Eukalyptus gehört zu den Myrtengewächsen. Er kann bis zu 60 Meter hoch werden und zählt damit zu den höchsten Laubbäumen der Erde. Eukalyptus wächst im Jugendstadium sehr schnell, etwa vier bis sechs Meter jährlich.
Die immergrünen, genügsamen und robusten Bäume gedeihen auf den unterschiedlichsten Böden. Sie lieben es jedoch in der Regel feucht und benötigen aufgrund ihres rasanten Wachstums ausreichend Platz.
Diese Anspruchslosigkeit gereicht aber der übrigen Vegetation zum Nachteil: der Eukalyptus wurde zum Beispiel Ende des 19. Jahrhunderts erstmals in Amerika angepflanzt und verdrängt dort seitdem viele heimische Arten.
Eukalyptusbäume schälen im Herbst ihre Borke, verlieren jedoch nicht ihre dickledrigen und länglichen Blätter. Das Laub kennzeichnet eine weitere Besonderheit: zum Schutz vor allzu starker Sonneneinstrahlung wenden sich die Blätter von der Sonne ab.