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Lebendig und belebend
Die vegetarische Ernährungsweise geht auf den griechischen Mathematiker und Philosophen Pythagoras (6. Jh. v. Chr.) zurück. Seine Begründung für den Verzicht auf Fleisch war philosophisch-ethisch. Er betonte: "So lange der Mensch Tiere schlachtet, werden die Menschen auch einander töten."
Das Wort "vegetarisch" leitet sich vom lateinischen vegetare (= beleben) bzw. vegetus (= frisch, lebendig, belebt) ab. Der Vegetarismus kennzeichnet demnach eine Lebens- und Ernährungsweise, die lebendig und belebend ist.
Deshalb verzehren Vegetarier neben pflanzlichen Nahrungsmitteln nur solche, die von lebenden Tieren stammen, z.B. Milch, Eier und Honig. Gemieden werden Fleisch und Fisch, aber auch alle daraus hergestellten Produkte, wie z.B. Schmalz oder Gelatine.
Vegetarier sind jedoch nicht gleich Vegetarier, weshalb es schwierig ist, eine einheitliche Philosophie zu ergründen. Der Unterschied beginnt bereits bei der Motivation, auf den Konsum von Fleisch zu verzichten.
So ernährt sich der überwiegende Teil (78 Prozent) aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch. Fast ebenso viele (69 Prozent; Doppelnennungen waren möglich) tun dies aus ethischen Motiven. Aber auch ökologische, religiöse oder sogar kosmetische Begründungen können ausschlaggebend sein.
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